WeOwn hat die Rechts- und Regulierungsexpertin Susanne Geber in seinen Beirat geholt. Blockchain-Unternehmen bauen Fachwissen auf, um mögliche regulatorische Herausforderungen zu meistern.

Das in Liechtenstein ansässige Blockchain-Unternehmen WeOwn gab Veränderungen in seinem Team bekannt. Die Banken- und Regulierungsexpertin Susanne S. Geber wurde in den Beirat berufen. Sie bringt Expertise in der Regulierungspolitik und den Beziehungen in der DACH-Region zu WeOwn mit.

Was macht WeOwn?

WeOwn wurde 2017 in Liechtenstein gegründet und hat sein erstes Produkt zur Unternehmensfinanzierung vorgestellt: ein Blockchain-gestütztes digitales Aktienregister, das es Unternehmen einfacher machen soll, Investoren zu finden.

Das Unternehmen bietet eine Reihe von meist blockchainbasierten Geschäftslösungen an, die es Finanzinstituten ermöglichen, ihre jeweiligen Anwendungsfälle für digitale Vermögenswerte umzusetzen. Wie das Unternehmen auf seiner Website schreibt, ist es sein Ziel, „die Brücke zwischen der traditionellen und der neuen Art der Finanzierung zu schlagen“.

Kurz gesagt, das Unternehmen möchte die Kreditvergabe und Eigenkapitalfinanzierung durch Technologie einfacher, billiger und zugänglicher machen.

Sascha Ragtschaa und Florian Batliner-Staber haben WeOwn gegründet. Beide haben zuvor in Führungspositionen in Technologieunternehmen gearbeitet.

Was wird Susanne Geber bei WeOwn tun?

WeOwn verstärkt nun seinen Beirat. Susanne Geber, Executive Sustainability Strategy Officer bei der Privatbank Donner Reuschel, wird WeOwn bei seinem weiteren Wachstum und dem Ausbau der regulatorischen Beziehungen unterstützen.

Geber bringt Erfahrung in der digitalen Transformation der Geschäftsmodelle von Banken und Kenntnisse der Finanzmarktregulierung in der EU mit. Ihr Fokus wird auf der Geschäftsentwicklung von WeOwn in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein liegen. Als Mitglied des Beirats des Unternehmens wird sie WeOwn beim Aufbau eines regulatorischen Lizenzierungsmodells durch direkte Bewerbungen und Partnerschaften begleiten.

Vor ihrer Tätigkeit bei Donner Reuschel, wo sie am 1. Juli 2022 die Rolle der Executive Sustainability Strategy Officer übernommen hat, war sie mehr als 21 Jahre in leitenden Positionen in den Bereichen Recht, Investment und Beratung tätig. In den letzten 13 Jahren war sie Leiterin des Bereichs Strategie und Regulierung bei der Deutschen WertpapierService Bank. Vor ihrer Tätigkeit bei der dwpbank arbeitete sie bei der Anwaltskanzlei Gleiss Lutz und bei Dresdner Kleinwort.

Blockchain-Unternehmen sehen rechtliche Herausforderungen auf sich zukommen

Die Stärkung des Beirats von WeOwn mit mehr regulatorischer Kompetenz ist im aktuellen Umfeld sinnvoll. Blockchain-basierte Unternehmen sehen sich mit regulatorischem Gegenwind konfrontiert, insbesondere wenn sie sich mit digitalem Finanzwesen und insbesondere Kryptowährungen beschäftigen. Daher ist es für solche Unternehmen von größter Bedeutung, Top-Personal an Bord zu haben, das die regulatorische und rechtliche Landschaft sowohl in ihren jeweiligen Rechtsordnungen als auch in Europa versteht.

Erst Anfang Juli hat zum Beispiel die in Liechtenstein ansässige Kryptobörse Bittrex Global einen neuen CEO ernannt. Oliver Linch, der frühere Chefsyndikus von Bittrex Global, hat den Posten von Stephen Stonberg übernommen, der als CEO zurückgetreten ist. Auch andere auf Blockchain fokussierte Unternehmen haben ihre Ressourcen im Bereich Recht und Compliance aufgestockt.

WeOwn hat nicht direkt mit Kryptowährungen zu tun. Es ist weder eine Börse noch ein Anbieter von Krypto-Produkten. Aber als Unternehmen, das sich mit digitalen Finanzen befasst, leistet es Pionierarbeit in einem Bereich, in dem die rechtlichen Rahmenbedingungen manchmal noch unerprobt sind. Das war wahrscheinlich auch ein Grund für das Unternehmen, in Liechtenstein zu starten, wo das Blockchain-Gesetz ein Maß an Rechtssicherheit bietet, das in den meisten anderen Rechtsordnungen bisher unerreicht ist.

Bild: (c) OwnAG