Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein hat die Lirium AG als Blockchain-Dienstleister zugelassen. Die Lizenzen erlauben es Lirium, Kryptowährungs-Börsendienstleistungen, Preisbildungsdienstleistungen und Verwahrungsdienstleistungen anzubieten.

Die Lirium AG hat von der Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein die Zulassung als Blockchain-Dienstleister erhalten. Das Unternehmen bietet eine Plug & Play-Kryptowährungslösung für Banken, digitale Geldbörsen und Marktplätze. Lirium wurde von Federico Murrone, einem Xapo-Mitbegründer, gegründet. Coinbase hat das institutionelle Verwahrungsgeschäft von Xapo im Jahr 2019 für 55 Millionen US-Dollar erworben.

Mit der FMA-Zulassung kann Lirium nun die folgenden Dienstleistungen anbieten:

  • Kryptowährungsaustauschdienste
  • Preisbildungsdienste (ermöglicht es Lirum, ein Market Maker zu sein)
  • Token-Depot-Services (ermöglicht es Lirium, Krypto-Verwahrungsdienste anzubieten)

Lirium zielt darauf ab, die Integration von Krypto-Diensten durch Banken zu rationalisieren. Sie arbeiten mit Partnern wie Neobanken und FinTechs zusammen, die bereits Finanzdienstleistungen für ihre Kunden anbieten, und ermöglichen es ihnen, Kryptowährungen zu ihrem Produktangebot hinzuzufügen, ohne dass sie technische und Compliance-Fähigkeiten entwickeln müssen. Es ist eine Art Krypto-as-a-Service-Angebot, bei dem die Partner von Lirium keine Kryptowährungsliquidität oder Sicherheitsaspekte verwalten, Krypto-Custody anbieten oder verstehen müssen, wie man Blockchain-Transaktionen verwaltet.

„Wir überbrücken die Lücke zwischen den Dienstleistungen, die von der wachsenden Anzahl von Neobanken und digitalen Geldbörsen angeboten werden, und den sich ständig entwickelnden Kryptowährungsdienstleistungen. Beide Branchen haben in den letzten Jahren die Art und Weise verändert, wie normale Menschen auf der ganzen Welt Geld verwenden, und es ist an der Zeit, diese Dienstleistungen zu kombinieren und die Bedürfnisse der gemeinsamen Kunden besser zu erfüllen“, sagt Murrone.

FMA sichert hohen Qualitätsstandard

Die Zusammenarbeit mit Lirium bietet Unternehmen mehrere Vorteile: Sie können den Zugang zu Kryptowährungen anbieten, ohne eine eigene Infrastruktur entwickeln zu müssen und können so eine neue Einnahmequelle erschliessen. Zudem benötigen sie keine lokalen Lizenzen und müssen sich nicht mit Sicherheits- oder Regulierungsauflagen auseinandersetzen.

Die Integration der FMA-regulierten Lösung von Lirium bedeutet, dass die Kundengelder von Liriums eigenen Geldern getrennt werden und den Sicherungsanforderungen der FMA unterliegen. Durch die FMA-Zulassung unterliegt Lirium ausserdem laufenden externen Prüfungen und der aufsichtsrechtlichen Kontrolle. Die Kunden von Lirium profitieren zudem von den Europäischen Standards in Bezug auf Kundenrechte, Datenschutz, Sicherheit und Zugang zu Informationen. 

„Wir nehmen das Vertrauen unserer Kunden und die Verlässlichkeit unserer Dienstleistungen sehr ernst, weshalb sich Lirium zu den modernsten Standards in Bezug auf Sicherheit, Geldabsicherung, Datenschutz und Betrugsprävention verpflichtet hat. Wir haben eng mit der FMA von Liechtenstein zusammengearbeitet, um den Bewertungsprozess zufriedenstellend abzuschliessen, und es erfüllt uns mit grossem Stolz, dass wir die formale Zulassung bekannt geben können“, so Murrone. „Das bringt uns unserem Ziel näher, Menschen auf der ganzen Welt einen einfachen und bequemen Zugang zu Krypto über die Apps zu ermöglichen, die sie bereits für ihre täglichen Bedürfnisse nutzen. “

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