Nach einer sechsmonatigen Probezeit hat die Liechtensteinische Post den Erfolg des Over-the-Counter-Kryptowechseldienstes bestätigt. Die Stelle prüft nun Möglichkeiten, den Service zu skalieren. 

Seit Februar können Kunden Bitcoin in den Filialen der Liechtensteinischen Post in Vaduz und Schaan kaufen. In ihrer Ankündigung vom 15. Februar sagte die Post, ihr Ziel sei es, „neue Geschäftsmöglichkeiten“ zu finden.

Es war als Versuch gedacht. Die Post sagte nach einer Einführungsphase, sie könne das Angebot auf andere Postämter ausdehnen und ihrem Börsendienst zusätzliche Kryptowährungen hinzufügen. Vorausschauend sechs Monate, der Beitrag ist die Überprüfung des Piloten. Das Ergebnis ist positiv, und der Beitrag will nun ausgebaut werden.

Massives Wachstum im Juni durch Preiserhöhungen bei Bitcoin

Gustav Gstöhl, Regionaldirektor der Postfilialen, sagt: „Von Februar bis Mai hat der Umsatz unsere Erwartungen erfüllt“. Im Juni, so fügt er hinzu, habe sich das Wachstum rapide beschleunigt. Gstöhl glaubt, dass die Preiserhöhungen bei Bitcoin der Hauptgrund für die höhere Nachfrage im Juni waren.

Während die Post keine genauen Zahlen veröffentlichte, sagte Gstöhl, dass im Durchschnitt zehn Personen pro Tag in den Filialen in Vaduz und Schaan Kryptowährungen im Freiverkehr austauschen. Das Unternehmen hat den Service noch nicht in einer seiner anderen Niederlassungen eingeführt. 

Der Austausch von Kryptowährungen über den Schalter ist genauso einfach wie bei allen anderen Währungen. Die Bankmitarbeiter suchen den aktuellen Wechselkurs und führen die Transaktion durch. Der Kunde erhält dann ein Krypto-Kühlhaus, das er entweder weiter nutzen oder die Münzen in eine andere digitale Geldbörse transferieren kann.

Nächster Schritt: Anhebung des Tageslimits von 1’000 CHF auf 20’000 CHF

Die Liechtensteinische Post denkt nun über die nächsten Schritte nach. Gstöhl sagt: „Wir denken über Möglichkeiten nach, den Service zu erweitern.“

An dieser Stelle bietet die Post an, vier Kryptowährungen auszutauschen: Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Ripple. Eine Möglichkeit, den Service zu erweitern, wäre daher, weitere Währungen hinzuzufügen. In Anbetracht des aktuellen Marktumfelds wird es jedoch selten einen Kunden geben, der eine andere Währung als die bereits angebotene wünscht. Bitcoin Cash kann eine sinnvolle Ergänzung sein. Aber der Beitrag sagt, dass es technische Herausforderungen gibt.

Bisher konnte jeder Kunde pro Tag nur 1’000 CHF gegen Kryptowährungen im Freiverkehr eintauschen. Die Anhebung dieser Grenze ist der nächste Schritt des Postens. Gstöhl: „Der nächste Schritt folgt nach dem Sommer. Wir werden dann das tägliche Umtauschlimit auf 20’000 CHF anheben.“

Die Post erwägt auch, den Service auf andere Filialen auszudehnen. Gstöhl weist darauf hin, dass dies relativ einfach zu erreichen wäre. Die einzige Hürde wäre die Schulung des Schalterpersonals. „Ansonsten mussten wir kein Geld investieren, um unsere Krypto-Austauschdienste zu starten“, sagt Gstöhl.

Der Exchange von Kryptowährungen ist daher ein margenstarkes Geschäft für die Post. Sie ist eine Partnerschaft mit der Värdex Suisse AG eingegangen, dem grössten Blockchain-Payment-Anbieter der Schweiz. Wann immer ein Kunde Kryptos austauschen möchte, erhält die Post eine Provision.

Bisher ist der Gesamtumsatz eher gering, aber wenn man bedenkt, dass die Post fast keine Kosten verursacht hat, könnte dies zu einem profitablen Geschäft werden, wenn wieder Kunden den Service nachfragen. Es ist ein kostengünstiger Service, so dass es nicht viel zu verlieren gibt.

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