Traditionelle Versicherungsunternehmen forcieren zunehmend digitale Innovationen. Der Weg dahin ist die Zusammenarbeit mit spezialisierten Anbietern, um ausgewählte Prozesse zu digitalisieren. Liechtenstein Life und diPAY sind dafür ein gutes Beispiel.

Die Liechtenstein Life Assurance AG gab eine Kooperation mit der digitalen Zahlungsplattform diPAY bekannt. Ziel ist es, den angeschlossenen Maklern des Versicherungsunternehmens zu ermöglichen, Zahlungen für Vergütungsvereinbarungen mit Kunden der Liechtenstein Life über diPAY abzuwickeln. Die Zahlungsplattform von diPAY soll die Abwicklung beschleunigen, während die Makler der Liechtenstein Life die persönlichen Ansprechpartner für die Endkunden bleiben.

Liechtenstein Life ist einer von vielen Versicherern, die derzeit die digitale Transformation vorantreiben. Die COVID-Pandemie hat dazu geführt, dass die Kunden zunehmend Online-Lösungen verlangen, was die Makler dazu zwingt, digitale Kanäle und Tools anzubieten. Laut 24sessions planen derzeit 60 Prozent der Versicherungsmakler den Einsatz von Videoberatung in ihrer täglichen Praxis. Digitale Lösungen können die Versicherungsmaklerschaft schneller, kostengünstiger und effizienter machen.

Wir wollen sicherstellen, dass sich unsere Makler zu 100 Prozent auf die Beratung unserer Endkunden konzentrieren können“, sagt Stephan Bruckner, Director Sales Department Germany bei Liechtenstein Life. „Dazu stellen wir ihnen mit diPAY ein Tool zur Verfügung, mit dem sie Nettopolicen, also die Bezahlung der laufenden Betreuung, einfach und effizient mit ihren Kunden abrechnen können. Ausserdem stellen wir Daten und Schulungsmöglichkeiten digital zur Verfügung. Nur so können unsere Vermittler ihre Stärken in der fortschreitenden Digitalisierung optimal ausspielen. “

Die Notwendigkeit der Digitalisierung

Auch traditionelle Versicherungsunternehmen spüren die Präsenz von InsurTechs, die oft komfortablere Produkte und Services für Endkunden anbieten. In gewisser Weise ähnelt die Entwicklung in der Versicherungsbranche dem, was im Bankwesen passiert: Die grossen traditionellen Versicherer geniessen einen hervorragenden Ruf und besitzen einen grossen Kundenstamm. Sie verstehen, dass sie digitalisieren müssen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, aber die digitale Transformation ist aufgrund ihrer Grösse eine grosse Herausforderung.

Eine schrittweise Digitalisierung durch die Nutzung externer Dienstleister wie diPAY ist der Weg nach vorne. Versicherer sind keine Tech-Firmen, daher werden eigene interne Digitalisierungsanstrengungen wenig Erfolg bringen. Die Zusammenarbeit mit FinTechs und InsurTechs ist der bessere Weg.

„Mit Liechtenstein Life haben wir einen neuen Partner an unserer Seite, der unsere Vorstellung von effizienter digitaler Vermittlung voll und ganz teilt“, sagt Handan Isik, Mitgründer und Geschäftsführer von diPAY. „Indem sie Versicherungen zunehmend digital verkaufen, stellen Makler auch konsequent ihre wichtige Rolle als Treiber des Wandels im Beratungsprozess unter Beweis.“

Solche Unternehmen werden wir in Zukunft wohl noch häufiger sehen. Insbesondere die Schnittmenge von Versicherern, Maklern und Kunden ist reif für digitale Innovationen. Wo sich mehrere Akteure eine Wertschöpfungskette teilen, werden die Dinge schnell komplex. Hier kommt es zu Engpässen und Verzögerungen, und genau hier können Effizienzgewinne durch Digitalisierung und Automatisierung einen echten Unterschied machen.

Bild: © Shutterstock