18 Monate nach dem Start hat sich die Zahl der auf der Insurtech Map gelisteten Insurtech-Startups verdoppelt. Liechtenstein ist mit nur vier Start-ups immer noch unterrepräsentiert. Die Schweizer Insurtech-Szene zeigt mehr Leben.

Die Insurtech Map von House of Insurtech Switzerland, F10 und Kickstart kartiert die Insurtech-Landschaft in der DACH-Region, inklusive dem Fürstentum Liechtenstein. Die Karte soll Unternehmen und Investoren bei der Suche nach innovativen Startups im Insurtech-Sektor helfen. Seit ihrer Lancierung im April 2021 hat sich die Zahl der Unternehmen auf der Karte auf über 200 verdoppelt.

Nur 4 liechtensteinische Unternehmen gelistet

Bis heute sind 201 Startups auf der interaktiven Karte verzeichnet, davon 131 aus Deutschland, 53 aus der Schweiz, 13 aus Österreich und vier aus Liechtenstein. Die in Liechtenstein ansässigen Unternehmen, die auf der Karte verzeichnet sind, sind SynoFin, Digital Finance Life, cashyou und prosperity brokershome.

Die Karte ermöglicht die Sortierung der Startups nach Land, Wertschöpfungskette, Branche und Technologie. Startups können selbständig beantragen, in die Karte aufgenommen zu werden, die vierteljährlich aktualisiert wird. Bislang sind nur vier liechtensteinische Unternehmen auf der Karte verzeichnet, und es sollten noch mehr werden. Wenn Sie also ein Insurtech sind, bewerben Sie sich, um hier gelistet zu werden.

Prozessdigitalisierung, Automatisierung und Robotik sind die wichtigsten Bereiche

Von den gelisteten Startups aus der Schweiz und Liechtenstein bieten die meisten Technologien aus dem Bereich „Prozessdigitalisierung/Automatisierung/Robotik“ an. 53 Prozent der Startups geben an, dass sie in diesem Bereich tätig sind. In der Gesamtzahl sind das 28.

Der am zweithäufigsten genannte Bereich ist „Analytik/Künstliche Intelligenz“ mit 30 Prozent oder 16 der Schweizer Insurtech-Unternehmen.

An dritter Stelle stehen die Unternehmen, die im „Internet der Dinge“ arbeiten. In der Schweiz sind fünf oder neun Prozent der erfassten Unternehmen in diesem Bereich tätig.

Distributed Ledger Technology (DLT) Unternehmen machen nur 8 Prozent oder vier Unternehmen der Insurtech-Szene aus.

Schaden- und Unfallversicherung dominiert

Nach Geschäftsfeldern gefiltert, arbeiten satte 87 Prozent der Schweizer Insurtech-Startups im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung. In ganzen Zahlen sind es 46 Unternehmen. Eine grosse Überschneidung gibt es mit den Startups, die auch im Bereich „Leben & Gesundheit“ tätig sind. Hier sind 30 (57 Prozent) Unternehmen aktiv.

Nur drei Unternehmen arbeiten mit Rückversicherern zusammen. Und von diesen drei Unternehmen konzentriert sich nur B3i ganz auf das Rückversicherungsgeschäft. B3i meldete jedoch im Juli 2022 Insolvenz an, nachdem es dem Unternehmen nicht gelungen war, neues Kapital zu beschaffen.

Interessant ist auch, dass die meisten Insurtechs ihre Wertschöpfung hauptsächlich durch Marketing und Vertrieb erzielen. Die Filterung der Startups nach Wertschöpfungskette zeigt, dass Marketing/Vertrieb“ für 21 Startups oder 40 Prozent der Unternehmen verantwortlich ist.

Die Anbieter der Insurtech Map gehen davon aus, dass die Branche in Zukunft weiter wachsen wird. Die Karte ist ein fantastisches Werkzeug, um sich einen Überblick über die Insurtech-Branche zu verschaffen und eine Vorstellung davon zu bekommen, in welche Richtung sich die Trends entwickeln.

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