Gestern fand in Vaduz das erste Digital Finance Forum Liechtenstein statt. Sie wurde von hochkarätigen Referenten aus Liechtenstein und der Schweiz besucht und zog Gäste aus der ganzen Welt an.

Das Digital Finance Forum Liechtenstein feierte gestern, am 12. Dezember 2019, seine Premiere. Die Veranstaltung ist Teil des Finance Forum Liechtenstein und bietet eine Plattform für Diskussionen über Finanztechnologien und digitale Transformation.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Trends der Branche 4.0, die die Finanzdienstleistungsbranche im deutschsprachigen Raum betreffen. Teil der Veranstaltung waren mehrere Präsentationen hochkarätiger Referenten, eine Podiumsdiskussion und Breakout-Sessions, in denen Unternehmen ihre Lösungen und Ideen präsentierten. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Schweizer Fernsehjournalisten Reto Lipp.

Wie immer. Wie noch nie zuvor. Das Bankwesen wird sich verändern

Den Auftakt bildete der liechtensteinische Regierungschef Adrian Hasler. In seiner Eröffnungsrede betonte er die Bedeutung der digitalen Technologien für die Finanzindustrie in Liechtenstein und darüber hinaus.

„Es liegt in der Verantwortung der Regierung, einen Rahmen zu schaffen, der es den Marktteilnehmern ermöglicht, ihre innovativen Ideen und Geschäftsmodelle auf den Markt zu bringen“, sagte Hasler. „Mit Massnahmen wie dem neuen Blockchain Act schaffen wir Rechtssicherheit und schaffen gleichzeitig einen Anreiz für neue Innovationen.“ Hasler erwähnte auch, dass er glaubt, dass andere Nationen dem Beispiel Liechtensteins folgen und ihre eigenen digitalen Gesetze schaffen werden. Tatsächlich arbeiten sowohl die benachbarte Schweiz als auch Deutschland bereits an den Details ihrer eigenen rechtlichen Rahmenbedingungen.

Nach der Eröffnungsrede von Hasler behandelte Christian Keller, Managing Director Schweiz von IBM, Themen von Blockchain und Big Data bis hin zu künstlicher Intelligenz. Er tauchte ein in die Chancen und Herausforderungen für Finanzdienstleister, insbesondere in Liechtenstein und der Schweiz. Er sprach insbesondere über digitale Trends im Bankwesen wie Open Banking, Conversational Banking, Blockchain und Digital Assets sowie über neue Wege der Arbeit und Strukturierung von Geschäftsprozessen.

Mike Dargan, Head of Information Technology bei UBS, stellte nach der Präsentation von Keller vor, wie das grösste Schweizer Finanzinstitut den Spagat zwischen digitaler Transformation und Innovation meistert – und welche Herausforderungen für inländische Banken und Vermögensverwalter vor sich liegen. Dargan startete seine Präsentation mit dem Slogan „Like Always. Wie noch nie zuvor. Banking will Transform“ – das wäre ein gutes Motto für die Konferenz gewesen.

Die folgenden Breakout-Sessions umfassten Workshops von FRED Financial Data AG & Multi Support, Refinitiv, 21.Finance und dem Office for Financial Center Innovation.

Die Organisatoren der Veranstaltung beabsichtigen, die Konferenz im nächsten Jahr zu wiederholen

Die Veranstalter, das Finance Forum Liechtenstein und die Eventagentur Skunk, sind mit der Konferenz zufrieden und wollen weiterhin jedes Jahr ein Digital Finance Forum Liechtenstein organisieren. Die Regierung unterstützt die Veranstaltung ebenso wie mehrere Partnerunternehmen und Verbände aus Liechtenstein und der Schweiz.

Das nächste bedeutende Ereignis ist das Finance Forum Liechtenstein, das am 11. März 2020 zum sechsten Mal stattfindet. Zu den Referenten gehören Sigmar Gabriel, ehemaliger deutscher Wirtschaftsminister, Romeo Lacher, Präsident der Bank Julius Bär, Sabine Keller-Busse, Chief Operating Officer von UBS, und Liechtensteins Regierungschef Adrian Hasler. In den letzten Jahren hat die Veranstaltung mehr als 600 Entscheidungsträger aus der Finanzindustrie sowie zahlreiche Partner und Verbände angezogen.

Bild: Daniel Schwendener