Ein Startup aus Berlin will es jedem ermöglichen, informierte Entscheidungen in Kryptomärkten zu treffen.  Der Fokus liegt dabei auf Krypto-Lending, da jeder das Konzept des Sparens und der Verzinsung versteht.

Liechtenstein ist eine der weltweit führenden Nationen in Sachen Krypto. Laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC hat es eine der Blockchain-freundlichsten Regulierungen und die transparentesten Krypto-Steuergesetze. Wie beliebt Kryptowährungen als Anlageform in Liechtenstein sind, wird deutlich, wenn man sich die verschiedenen Krypto-fokussierten Social-Media-Gruppen, Clubs und Meetups ansieht.

Wie überall besitzen die meisten Krypto-Enthusiasten in Liechtenstein Bitcoin und vielleicht ein paar andere führende Kryptowährungen. Doch die Anlageklasse der Kryptowährungen hat noch viel mehr zu bieten. Das Berliner Startup CryptoStudio, das erst letzte Woche an den Start gegangen ist, will vor allem unerfahrenen Sparern und Anlegern Tipps geben, um die Chancen der digitalen Anlageklasse zu nutzen.

Zinserträge mit Kryptowährungen

CryptoStudio bietet eine unabhängige Vergleichs- und Wissensdrehscheibe sowie datengestützte Entscheidungshilfen. Es konzentriert sich darauf, die Nutzer über Krypto-Lending aufzuklären, das eine Möglichkeit bietet, Zinsen auf Kryptowährungen zu verdienen, indem man sie auf Krypto-Sparkonten einzahlt.

„Wir glauben, dass die Blockchain-Technologie finanzielle Souveränität und Chancen für jeden ermöglicht“, erklärt das Team auf seiner Website. Da die Konzepte des Geldsparens und des Zinsverdienens von jedem verstanden werden, glauben sie, dass Krypto-Lending in Kombination mit Stablecoins eine „Killeranwendung“ ist.

Das gilt umso mehr in Deutschland, wo viel mehr Menschen ihr Geld auf Sparkonten anlegen – trotz negativer Realzinsen – als es zu investieren, geschweige denn in Kryptowährungen. Liechtenstein und der Rest des deutschsprachigen Raums sind da nicht viel anders: Viel zu viele Menschen akzeptieren, dass die Inflation ihre Ersparnisse auffrisst, anstatt sich über Investitionen zu informieren.

Natürlich ist das Krypto-Lending, bei dem Zinsen von bis zu zehn Prozent und mehr gezahlt werden, nicht gerade mit einem Bankkonto vergleichbar. Es gibt kein kostenloses Mittagessen! Die Chancen sind größer, aber auch die Risiken. CryptoStudio möchte seine Nutzer in dieser Hinsicht aufklären und ihnen eine Orientierungshilfe bieten.

Informierte Entscheidungsfindung

CryptoStudio möchte es jedem ermöglichen, fundierte Entscheidungen auf den Kryptomärkten zu treffen. Auf ihrer Website finden sich detaillierte Vergleiche und Bewertungen verschiedener Krypto-Lending-Plattformen und -Börsen. Nutzer können herausfinden, welche Plattform am besten zu ihren individuellen Bedürfnissen passt und die Website für ihre Due-Diligence-Prüfung nutzen. In den Bewertungen werden verschiedene Kategorien wie Krypto-Sparkonten und -Kredite, die Sicherheit, die Benutzeroberfläche und die Geschäftsaussichten der jeweiligen Anbieter verglichen.

Außerdem gibt es Listen mit Podcasts und Newslettern, die sich mit Krypto beschäftigen. Wer mehr über Krypto-Lending erfahren möchte, findet in einem Lending-ABC eine ausführliche Erklärung, wie es funktioniert und wo die Chancen und Risiken liegen. Außerdem gibt es ein Krypto-ABC für Anfänger, das alles über Kryptowährungen erklärt.

 Der „Renditeplaner“ ermöglicht es den Nutzern, ihre Erträge anhand verschiedener Strategien zu berechnen. Eine Strategie ist ein Krypto-DCA-Plan, d.h. es wird regelmäßig ein fester Betrag investiert, um die Volatilität durch einen Cost-Average-Effekt zu glätten – im Grunde ein Sparplan mit Kryptowährungen.

Die zweite Strategie nutzt die Krypto-Kreditvergabe, bei der die Sparer zusätzlich zum potenziellen Kursanstieg der Anlage Zinserträge erzielen können. Nicht nur, dass sich der Zinssatz im Laufe der Zeit zusammensetzt, sondern da die Zinszahlung in einer Kryptowährung erfolgt, kann der Wert dieser Zahlungen im Laufe der Zeit auch steigen. CryptoStudio nennt dies „Zinseszins 2.0“, Zinsen auf Steroiden! Wie sie in ihren Berechnungen angeben, könnte der Effekt auch in die andere Richtung gehen, also Vorsicht!

Um das Ganze abzurunden, können Sie mit dem Renditeplaner auch Ihre Zinsen für ein Fiat-Festgeldkonto berechnen. Aber seien wir ehrlich, das ist nur, um Ihnen zu zeigen, wie deprimierend diese Zinsen sind.

Quelle: CryptoStudio Rendite-Planer

Erfolgsbilanz

Der Gründer von CryptoStudio, Tim Keding, ist ein Unternehmer mit einer beachtlichen Erfolgsbilanz in der Berliner Startup-Szene. Er hat Shoepassion, Absolventa und Monteurzimmer gegründet.

„Die Kryptoindustrie hat ihren Netscape-Moment bereits hinter sich, aber das Äquivalent zum E-Commerce-Boom steht noch bevor“, sagt Keding und verweist auf die Parallelen zu den Anfängen des Internets.

Der Rest des Teams besteht aus „Techies, Startup-Gründern, Finanzleuten und Krypto-Enthusiasten aus Deutschland“. Sie wollen „dogmafreie und unvoreingenommene“ Informationen liefern, um ihren Nutzern zu „mehr finanzieller Souveränität“ zu verhelfen. Die Website ist sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfügbar.

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