Bots weinen nicht, lachen nicht, fühlen nicht … aber Menschen schon. Deshalb haben die Gründer des in Zürich ansässigen Startup-Unternehmens Bots Don’t Cry ein Spiel entwickelt, um den Spielern beizubringen, wie Blockchain-Finanzierung funktioniert. Mit einem unterhaltsamen Brettspiel lernen die Spieler die Technologie und Konzepte wie die Wertmarkenbildung von Vermögenswerten gemacht wird kennen. Der nächste Schritt für Bots Don’t Cry ist eine Crowdfunding-Kampagne, die am 5. Oktober beginnt.

Finanzen sind für einige aufregend, aber für viele langweilig. Dasselbe gilt für Blockchain, was bedeutet, dass die Zahl der Menschen, die Blockchain-Finanzierung interessant finden, nicht gerade riesig ist. Felix Saible, Loraine Olalia und Dominik Jocham haben sich vorgenommen, mit ihrem neuen Startup „Bots Don’t Cry“ die Meinung der Menschen zu ändern.

Die Idee hinter Bots Don’t Cry ist es, die Blockchain-Finanzierung für ein breiteres Publikum interessant zu machen. „Finanzthemen sind oft komplex, haben eine negative Konnotation oder werden als langweilig empfunden. Aber sie begleiten uns ein Leben lang. Wir glauben, dass Finanzthemen für jedermann zugänglich sein sollten, ohne Angst“, heißt es auf der Website.

Brettspiele zum Thema Blockchain

Um ihrer Mission nachzugehen, haben die Bots Don’t Cry „Fintainment“-Spiele entwickelt, die darauf abzielen, die Finanzen interessanter zu machen. Durch Gamifizierung hofft das Team, eine Mischung aus Unterhaltung und finanzieller Bildung zu erreichen.

Das erste Spiel heißt „Token Economy“. Die Idee besteht darin, den Spieler in Blockchain-basierten Finanzanwendungen wie der Tokenisierung von Vermögenswerten oder Kryptowährungen zu schulen. Während des gesamten Spiels lernen die Spieler, was diese Konzepte bedeuten, wie sie funktionieren und warum sie für die Zukunft der Wirtschaft von Bedeutung sind.  Das Zielpublikum dieses Spiels ist praktisch jeder, der etwas über Blockchain und Finanzen lernen möchte.

Die Idee der Verbindung von Blockchain-Erziehung und Spiel wurde auch von anderen Startups in die Praxis umgesetzt. Bd300 wurde letztes Jahr in Liechtenstein lanciert, ein Sammlerspiel, das den Benutzern „viel Spass beim Kennenlernen von Liechtenstein und der Blockchain“ bereiten soll. Ziel war es, das 300-jährige Jubiläum Liechtensteins mit einem auf der Blockchain-Technologie basierenden Kartensammel- und Tauschspiel zu feiern.

Crowdfunding durch wemakeit.ch

Bots Don’t Cry hat seinen Sitz in Zürich. Nach der Teilnahme an einem Kurs über die Blockchain-Technologie wurde den Gründern klar, dass die Technologie selbst für Experten und Studenten nicht so einfach zu verstehen ist. Damals wurde die Idee des Blockchain-basierten Fintainments geboren.

Mitgründer Felix Saible arbeitet auch als Senior Marketing Manager bei der Bank Frick in Liechtenstein, einer der ersten Banken in Europa, die die Blockchain-Finanzierung eingeführt hat. Er sagt, Bots Don’t Cry sei das erste Unternehmen, das ein physisches Brettspiel zum Thema Blockchain entwickelt habe.

Am 5. Oktober wird Bots Don’t Cry auf wemakeit.ch eine Crowdfunding-Kampagne starten, um Geld für die weitere Entwicklung ihres Start-ups zu sammeln. Auf wemakeit.ch können Unterstützer auch Bitcoin schicken. Laut Saible hat das Unternehmen bereits eine „extrem hohe Nachfrage“ von potenziellen Unterstützern registriert.

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